Tennisfreunde fürs Leben

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Tennisfreunde fürs Leben

Als Constantin Frantzen und Luca Wiedenmann auf der Terrasse des TC Augsburg-Siebentisch Platz nehmen, um sich mit den anwesenden Medienvertretern über ihre Aufgabe bei den Schwaben Open zu unterhalten, ist ihnen die Freude über ihre Teilnahme am ATP Challenger deutlich anzusehen. Bereits für die danach anstehende Trainingseinheit ausgerüstet, sitzen die beiden Tennisspieler gemeinsam am Tisch. Wenn sie über ihre große Leidenschaft sprechen, leuchten ihre Augen.

In einigen Tagen beginnen die Schwaben Open in Augsburg, eines der größten nationalen Turniere, an denen die beiden bisher teilnehmen durften. Turnierdirektor Dominik Schulz erteilte den Talenten des TC Augsburg-Siebentisch eine Wild Card. Beide spielen in den USA am College Tennis, Frantzen in Texas und Wiedenmann in Tennessee. Sie sehen es als große Chance, um Tennis mit Bildung verbinden und dadurch in ihrem Sport große Sprünge machen zu können.

Vor großem Publikum zu spielen, sind beide somit bereits gewöhnt, denn in den USA wird an Colleges der Sport herausragend gefördert und die Turniere stark besucht. Am Dienstag werden Frantzen und Wiedenmann ihr erstes Match bei den Schwaben Open bestreiten, und viele Zuschauer haben sich schon eine Karte gesichert. Die beiden TCA-Mitglieder kennen sich bereits seit vielen Jahren. Als Doppel-Partner durchliefen sie gemeinsam die Bezirksligen, mit 13 Jahren ging es dann für beide in die Tennisbase nach Oberhaching. Dort wohnten sie in einem Zimmer, besuchten dieselbe Klasse und absolvierten gemeinsam das Abitur.

Auf die Aussage, sie seien wie Brüder, lachen sie und nicken zustimmend. Zu ihren Vorbildern gehört auch Roger Federer. Den perfekten Tennisspieler bauen sich die beiden lieber selbst zusammen. „Roger Federer kommt dem Vorbild und perfekten Spieler, wenn es denn einen gäbe, sehr nahe“, so Frantzen. Die Jugend immer gemeinsam verbracht zu haben, sehen die beiden als großes Privileg. Denn außerhalb des Sports enge, langjährige Freundschaften zu pflegen, stellt sich dagegen als schwierig heraus. „Immer wenn ich in den Semesterferien wiederkomme, versuche ich natürlich, meine Freunde zu besuchen“, sagt Wiedenmann. Seine Aussage lässt erkennen, dass das Leben als junger Profispieler nicht immer einfach ist. Doch Tennis muss nicht ausschließlich mit Abstrichen verbunden sein. Die beiden lieben es allerdings, durch den Tennissport die Welt sehen und gleichzeitig überall neue, interessante Menschen kennenlernen zu können.

2019-08-10T11:27:32+01:00